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Die Lebensversicherungslüge

Des Deutschen liebstes Kind wenn es um die Altersvorsorge geht ist unbestritten die Lebens- oder Rentenversicherung. 80 Millionen Euro an Beiträgen kassieren die Versicherer Jahr für Jahr. Insgesamt liegt bei den deutschen Personenversicherern ein Gesamtkapital von rund 1,2 Milliarden Euro. Unglaubliche Summen!

Unglaubliche Summen vor allem, wenn man den aktuellen Status der Versicherungen bedenkt!

Früher, ja früher war die gute alte Lebensversicherung und später auch die Rentenversicherung eine tolle Geldanlage. Man hatte seinen Garantiezins,  zudem schöne Überschüsse, lag damit deutlich über dem marktüblichen Zinsniveau und das Geld war sicher angelegt. Gute alte Zeit!

Heute bröckelt der Zinssatz extrem. Ein Blick auf die Umlaufrendite (siehe Beitragsbild) zeigt, dass er dies auch tun muss. Woher sollte auch ein höherer Zins genommen werden. Dazu jedoch später mehr. Schauen wir uns zu allererst die Sicherheit unserer Lebensversicherung an.

Rund 85% der eigehenden Beträge (habe ich wirklich geschrieben „der eingehenden Beiträge“? Das ist falsch – doch auch dazu gleich mehr!) legt der Versicherer in vermeintlich sichere Anlagen an, wie zum Beispiel Staatsanleihen oder Pfandbriefe. Kein Problem? Weit gefehlt! Wedeln wir den Nebel beiseite und sehen uns das einmal genauer an:

– Staatsanleihen: Haben Sie sich jemals gefragt, wie Staaten Schulden aufnehmen können? Nun ein Weg dazu sind Staatsanleihen. Ihr Geld. Ihre Lebensversicherung also. Ein Staat ist ja ein sicherer Schuldner denken Sie? Hmm, ich denke da zum Beispiel an Ungarn, an Rumänien… die stehen sehr nah am Bankrott. Mal ehrlich: Würden Sie jemandem Geld leihen, der alleine schon um seine Schuldzinsen bezahlen zu können neue Schulden aufnehmen muss? An jegliche Art der Tilgung gar nicht zu denken… Genauso handhaben es fast alle Staaten. Übrigens inklusive Deutschland – und dabei stehen wir relativ gesehen sogar noch ziemlich gut da. Sicherheit? Hier also Fehlanzeige!

– Pfandbriefe: Sollte wenigstens hier Sicherheit groß geschrieben werden? Kann ich Ihnen ein wenig Beruhigung anbieten? Leider muss ich auch hier passen. Pfandbriefe werden oft von Banken herausgegeben. Wie zum Beispiel von der Krisenbank IKB und der HRB. Möchten Sie sich mit Ihrem Geld direkt an einer Bank beteiligen? Mit vollem Blick auf die Eurokrisse und Finanzkrise?

Die Anlage ist also keinesfalls sicher!

Sehen wir uns die Renditeseite an: Weiter oben schrieb ich, dass 85% der eingehenden Gelder so angelegt werden. Fast richtig. Es muss heissen: 85% der Sparkapitals. Der Unterschied? Nun, von 100,- € zum Beispiel gehen erstmal bis zu 20,- € an Verwaltungs- und Abschlußkosten weg. Von den verbleibenden 80,- € werden nun 85% (also lediglich 68,- €) angelegt. Hat Ihnen Ihr Vermittler denn nicht gesagt, dass die Garantieverzinsung lediglich auf den Sparanteil bezahlt wird? Nein? Hat Sie denn wenigstens Ihr Versicherer darüber augeklärt? Oh, das müssen die wohl irgendwie vergessen, oder besser im Kleingedruckten unntergebracht haben.

Ein weiteres großes Problem ist die ständig steigende Stornoquote. Durch Finanzkrise und Eurokrise verlieren Menschen ihre Arbeit oder verdienen weniger. Sie kündigen Ihre Versicherungen. Das bedeutet Kapitalabfluss von dringend benötigten Euros für die Versicherer.

Auch werden immer weniger Verträge abgeschlossen. Schlielßlich liegt die Verzinsung mittlerweile unterhalb der Inflationsrate – selbst unterhalb der offiziellen Inflationsrate. Deutschland scheint doch ein wenig aufzuwachen.

Doch die PRobleme der Versicherer sind damit nicht zu Ende: Alte Verträge an denen die Kunden gerne noch festhalten, müssen mit 3,5 % verzinst werden. Ein Zinssatz, der sich in der aktuellen Zeit mit Blick auf die Finanzkrise und Eurokrise kaum mehr erwirtschaften lässt. Um den irgendwie hinzukriegen treibt es die Versicherer zunehmend in riskante Finanzgeschäfte.

Dann haben wir da noch die Auffanggesellschaft „Protector“. Die soll in Schieflage gekommene Versicherer auffangen und deren Kunden finanziell entschädigen. Zweimal hat dies in der Vergangenheit bereits geklappt. Doch was, wenn nur ein großer Versicherer umkippt? „Dafür hat Protector nicht die Ressourcen“ ist da zu hören. Und wenn man jetzt noch erfährt von Branchenkennern erfährt „rund 20 bis 25 Versicherer stehenh aktuell bereits auf der Kippe“ wird es einem Angst und Bange!

Zu guter Letzt hat natürlich unser Vater Staat dem Treiben nicht untätig zugesehen. Nun müssen Sie wissen, dass die Versicherungsllobby ja über jede Menge Geld verfügt. Vater Staat hat also ein Gesetz erlassen, dass wenn ein Versicherer in extreme Schieflage gerät, ein Kündigungsverbot ausgesprochen werden kann. Sie lesen richtig: Sie dürfen Ihren Vertrag dann nicht mehr kündigen! Sie müssen weiter einbezahlen. Die Kundne des Versicherers werden dann aus der Insolvenzmasse bedient. Man möchte fast an staatlich gedeckten Betrug denken…

Das heisst im Klartext: Wenn Sie die Schieflage Ihres Versichereres bemerken, dann ist es bereits zu spät!

Was ist also zu empfehlen? Nun auf jeden Fall zwei Dinge:

Erstens: Schließen Sie keine Lebens- oder Rentenversicherungen mehr ab. Punkt.

Zweitens: Prüfen Sie, ob eine Kündigung für Sie infrage kommt. Mittlerweile gibt es Gesetze, dass Sie Ihr einbezahltes Kapital wieder herausbekommen müssen. Eine sehr gute Anlaufstelle finden Sie zum Beispiel hier: http://weiter-lesen.net/1395/wir-kndigen-ihre-lebensoder-rentenversicherung/

Wie und in was soll ich 10.000,- € investieren?

Wie soll ich mein Geld anlegen? Was soll, was kann man denn heute noch machen? Diese und ähnliche Fragen erreichen mich fast täglich.

Stellen Sie diese Frage zehn Finanzberatern, so erhalten Sie meist zehn direkt Antworten. Leider! Und das sogar in Zeiten einer Finanzkrise, einer Eurokrise, wie wir sie ja immer noch aktuell haben. Unglaublich! Denn wer hier pauschal und direkt meint antworten zu können hat – und wir sprechen hier wirklich von gelernten Finanzberatern – eine Trefferquote von unbeschreiblichen 3%!

Vergleichen Sie es mit einem Autokauf. Fragen Sie einen Verkäufer: Ich habe zehntausend Euro (ersetzen Sie die Zahl gerne durch die Euromenge Ihrer Wahl). Welches Auto soll ich kaufen… nun sollte dieser Fragen stellen!

Fragen? Wieso Fragen? Ich will mich nicht über mein Leben mit dem Berater unterhalten. Ich will Geld anlegen!

Nun, zurück zum Vergleich mit dem Autokauf: Die Fragen, die nun kommen sollten sind solche in der Art wie: Haben Sie Familie oder sind Sie Single, müssen Sie viel transportieren oder möchten Sie den Wagen nutzen, um am Wochenenden mit der oder dem Liebsten Ausflüge in die Berge zu machen.

Was würde denn auch eine Großfamilie mit einem Zweisitzer-Sportwagen anfangen oder im Umkehrschluss ein sportlicher Single mit einem Kleinbus?

Da schließt sich der Kreis zu unserer Geldanlage. Gerne nenne ich es auch Investmentvehikel. Warum Vehikel? Weil ein solches Sie vom aktuellen Punkt A zum gewünschten Punkt B bringt.

Investieren, bzw. Geldanlagen ist also mehr als ein kurzer Rat. Es hat mit Ihrer persönlichen Einstellung zu tun. Es ist ein persönlicher Plan. So kommt es auch, dass Sie sich durch Fragen „Wie lange soll das Geld angelegt werden, vertrauen Sie Banken, vertrauen Sie dem Euro, wie ist Ihre Risikoneigung…“ und ein paar mehr selbst erst einmal klar werden, wohin Sie denn mit Ihrer Geldanlage wollen.

Das ist auch für Sie der erste und wichtigste Punkt: Nur, wenn Sie selbst wissen, was Sie möchten, dann kann ein Finanzberater Ihnen dabei helfen, den passenden Weg zu finden. Die Richtung müssen Sie vorgeben. So kann man Sie auch nicht so einfach in unsinnige und unseriöse Anlagen „hineinquatschen“.

Leider planen wir Deutschen oft unseren Urlaub deutlich besser als unsere finanzielle Zukunft. Niemals würde es uns passieren, dass wir am Flugschalter stehen und sagen „Ein Ticket bitte“, „Wohin? Äh, keine Ahnung, das müssen Sie doch wissen…“. Wir wissen, wo wir hin wollen. Diese tolle Landschaft, der kleine Italiener am See, die Pension mit dem schönen Meerblick, das tolle Mittelmeerklima. Doch beim Thema Geld hört die Planung leider meist auf.

Auch ist es vernünftig, dass Sie mit steigendem Vermögen mehr als ein Vehikel benötigen werden.

Verlieben Sie sich also auf keinen Fall in Ihre Geldanlagen! Prüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Ziele sich vielleicht verändert haben, an Ihre Lebensplanung angepasst werden müssen und ob die Investments noch der aktuellen Zeit entsprechen. So sind zum Beispiel Lebens- oder Rentenversicherungen in den heutigen Zeiten der Eurokrise und Finanzkrise einfach oft nicht mehr die richtige Wahl. Edelmetalle sind meist die heutige Versicherung gegen Crash und Inflation. Sie waren früher mal eine vernünftige Anlage und sind doch heute oft sogar gefährlich für Ihr Vermögen.

Also hier die Kurzformel:

1. Überlegen Sie: Wo möchte ich hin? Was ist mein Ziel?
2. Finden Sie die dafür passenden Vehikel
3. Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen

Und: Wissen alleine hilft noch nichts. Fangen Sie an. Beginnen Sie Ihre Reise. Heute. Jetzt!

Die Zins-Verschwörung

Eine Verschwörung (Lehnübersetzung von lat. coniuratio; auch: Konspiration) ist ein heimliches Bündnis mehrerer Personen mit dem Zweck, einen Plan auszuführen; dieser kann ein selbstsüchtiges, verwerfliches Ziel haben und den Schaden anderer beinhalten, aber auch die Beseitigung tatsächlicher oder vermeintlicher Missstände umfassen. Eine Verschwörung beruht also nicht notwendigerweise auf moralisch niederen Motiven, sie basiert jedoch stets auf Täuschung.

 

Wann endlich steigen die Zinsen? Noch lange nicht!
Warum denn? Weil sonst viele Schuldner (und hier reden wir auch von Staaten) pleite gehen würden!
Was steht auf dem Spiel? Nicht weniger als Ihre finanzielle Freiheit!

Die Zinsen sind nahe null – Geld bringt keine Rendite mehr! Die Sparer sind die Dummen! Das ist leider die harte Realität in Deutschland in diesen Zeiten!

Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen bringen heute meist überhaupt nichts mehr. Die Gebühren übersteigen die Rendite. Sicherheit? Fehlanzeige! Dabei ist dies doch sehr oft die einzige Form der Altersvorsorge der Deutschen. Leider ist auch ein Fest- oder Tagesgeld bei Ihrer Bank keine Alternative. Nach Verzinsung fragen Sie dort bergeblich. Zudem die Probleme mit dem Einlagensicherungsfonds, die jegliche Sicherheitsaspekte lügen strafen.

Dabei besitzen wir Deutschen stolze 5 Billionen Euro an Sparvermögen. Davon alleine 4 Billionen in Schuldpapieren wie Bundesnleihen, auf Sparbüchern Girokonten oder Festgeldern. Diese bringen so gut wie keine Rendite mehr. Aber wen kümmert´s? Erstaunlicherweise sehr wenige!

Geht es um die Mütterrente oder die Rente ab 63, werden 1,3% mehr Rente versprochen, dann hängt Deutschland an den Mündern der Politiker. Wird der Leitzins um weitere 0,3% gesenkt, interesiert das niemanden. Dabei betrifft das Erstere nur einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung tatsächlich und macht dann gerade mal 1 bis 3 Euro monatlich mehr in der Tasche aus. Das Letztere, die Unrentabilität des Sparens, kostet und Deutsche Anleger jedes Jahr Milliarden!

Der Deutsche beschäftigt sich nicht gerne tiefer mit der Materie Geld. Da vertraut man seit Jahrzehnten auf seine Bank. „Die werden das für mich schon machen!“ hört man. Was für die letzten Dekaden gut funktioniert hat, ist ein riskantes Spiel in Zeiten der Eurokrise und Finanzkrise.

Seit der Währungsunion sanken die Zinsen. Damit einhergehend – zumindest anfangs – auch die Inflation. Das Letzte ist Geschichte. Die Inflation steigt – doch das wird uns verschwiegen. Dann kam die Finanzkrise. Staaten machten Schulden um kranke Banken zu stützen. Die Zentralbank senkt ihre Zinsen schrittweise tiefer und tiefer. Weil das alles noch nicht hilft, kauft sie in großem Stil Staatsanleihen moaroder Euroländer auf. Das heißt nichts anderes, als dass nahezu unbegrenzt Geld in diese Länder „hineingepumpt“ wird.

Was würde nun also passieren, wenn die Zinsen erhöhr werden? Klar: Diese bereits schwachen Länder könnten die Zinsen nicht mehr bezahlen. Sie müssten sich entschulden. Die Zinsen dürfen, ja können also gar nicht erhöht werden! Die Sparer sind die Dummen, denn niedrige Zinsen sind ja auch eine Art Steuer. Sie bekommen einfach weniger bis nichts für Ihr Geld.

Das Heil also in Aktien suchen? Der Wealth Effekt zumindest gaukelt uns dies ja zeitweise vor. Doch: In den letzten 12 Jahren ist der Aktienmarkt bereits zweimal massiv eingebrochen; hat komplette Vermögen vernichtet.

Selbst Edelmetalle wie Gold sind bereits in den Kursen massiv manipuliert worden. Trotzdem eine Alternative zumindest für Menschen mit längerer Ausrichtung.

Kein Wunder also, dass sich die Mehrheit der Deutschen lieber an die gesetzliche Rente klammern, als sich mit dem Thema Vermögen und Zinsen zu beschäftigen! Schließlich sind angemessene Zinsen passé. Dass Zentralbanken und Regierungen für Sicherheit und Stabilität sorgen? Ebenfalls passé! Ganz im Gegenteil: Heute wird beherzt eingegriffen, wenn die Zinsen für einen großen Schuldner, wie eben jene maroden Euroländer, zu hoch sind. Dies alles verstärkt jedoch im Endeffekt die Finanzkrise und Eurokrise nur noch weiter.

Ein Umdenken ist also nötig!

Je jünger, desto radikaler muss die althergebrachte Anlagementalität infrage gestellt werden. Weg von den Forderungen und theoretischem Vermögen wie Bankguthaben, Versicherungen und auch (Staats-)Anleihen. Hin zu echten (Sach-)Werten. Natürlich gelten auch Geldanlagen, die mit echten Sachwerten hinterlegt sind, wie zum Beispiel die der LION UK PRime Estates Ltd. Doch solche Geldanlagen sind extrem selten. Zu groß ist die Anzahl der Abzocker.

Das Problem mit der Altersarmmut wird sich verschärfen. Dafür gibt es neben der weithin bekannten Alterspyramide (es gibt sehr bald deutlich mehr Alte, mehr Rentenbezieher als Beitragszahler in der gesetzlichen Rentenversicehrung) natürlich auch Gründe wie den Wealth Effekt, steigende Arbeitslosigkeit und der Unrentabilität von Lebens- und Rentenversicherung. Um nur ein paar zu nennen.

Die richtige Zeit zu handeln

Nur wer jetzt umdenkt, sich nicht gedankenlos Schuldscheine in Form von Staatspapieren, unnütze Lebens- oder Rentenversicherungen oder Sparkonten seiner Bank („Wie haben ja den Einlagensichericherungsfonds!“) als Valiumpflaster aufdrehen lässt sondern echte Werte oder werthaltige Anlagen besitzt, kann der Zukunft entspannt entgegensehen. Er wird der Zins-Verschwörung zucht zum Opfer fallen.

Die RÜRUP-Rente als Rentenlösung?

Die Rente ist sicher!“ wir alle kennen diesen Ausspruch – und leider auch dessen mangelhaften Warheitsgehalt!

Mittlerweile wissen wir alle, dass wir selbst aktiv werden müssen. Selbst zusätzlich vorsorgen müssen, wenn es im Alter eben nicht nur trocken Brot sein soll. Eurokrise und Finanzkrise machen die Situation sicherlich auch in Zukunft nicht besser. Doch wie sorge ich richtig vor?

Ist die Rürup-Rente die Lösung?

Die Rürup-Rente ist sozusagen die „kleine“ Ausführung der Riester-Rente. Hier dürfen nun auch Selbständige und Freiberufler steuergefördert für ihre Rente vorsorgen. Auch wenn bei Riester die Förderung höher (hier ist der Beitrag unter bestimmten Voraussetzungen zu 100% abzugsfähig, zudem gibt es Zulagen) ist, so hat Rürup durchaus auch seinen Charme: Die steuerliche Abzugsfähigkeit begann im Jahre 2005 mit 60% und steigt in 2%-Schritten jährlich bis hin zur 100%igen Absetzbarkeit im Jahre 2040.

Für Arbeitnehmer gilt also: Erst Riester voll ausnutzen und dann mit Rürup ergänzen.

Was passiert aber mit Ihrem Rürup-Vertrag bei einer Währungsreform?

Wichtig ist nämlich zu wissen: Sie kommen definitiv erst mit 60 an Ihr Geld. Eine frühere Kündigung ist nicht möglich. Keine Ausnahmen! Auch erfolgt die Auszahlung nur als lebenslange Rente (Teil-Sofortauszahlung ist dabei manchmal möglich). Vererben, Übertragen oder Beleihen ist nicht möglich!

Dies sind Nachteile, die es zu beachten gilt. Ein Vergleich zu einer Anlage z.B. in Edelmetalle oder andere flexible Anlagen sollte also in Betracht gezogen werden. Eine herkömmliche Lebensversicherung oder Rentenversicherung ist dabei oft kein Thema, alleine schon aufgrund der schlechten Verzinsung. Das Selbe gilt für Tagegelder und Festgelder. Dazu kommt die Unsicherheit bei Banken und die nur trügerische Sicherheit durch den Rettungsfonds.

Bei der Rürup-Rente wird also konkret das Guthaben vor Rentenbeginn in festverzindliche Wertpapiere wie Bundesschatzbriefe und Staatsanleihen umgeschichtet und von da an monatlich an Sie ausbezahlt. Ein Mitspracherecht haben Sie hierbei nicht.

Sollte nun also eine Währungsreform kommen oder der Staat sich anderweitig entschulden, wird das zu einem ernsthaften Problem werden! Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass es bei einer so langen Laufzeit (schließlich kommen Sie ja erst definitiv mit 60 an Teile Ihres Geldes) die Wahrscheinlichkeit einer Währungskrise bei gut 96,3% liegt!

Die Sterbetafeln benachteiligen Sie

Weil das alles aber nicht genug ist, kalkulieren die Lebensversicher zudem mit für Sie sehr ungünstigen Sterbetafeln. Dort wird von längeren Lebenszeiten ausgegangen als zum Beispiel bei Risikoversicherungen.

Was das nun wieder für Sie bedeutet? Das bedeutet, dass die Renten entsprechend niedrig sind und Sie oft Jahrzehnte brauchen, um alleine Ihr einbezahltes Kapital wieder zurückzuerhalten. Von jedweder Verzinsung ganz zu schweigen.

Fazit – gut überlegen

Wenn man die ganzen Fakten zusammenträgt, dann sollten Sie sich den Abschluß eines Riester-Vertrages zumindest gut überlegen. Was früher ein sehr guter und richtiger Rat war, kann in der heutigen Zeit durchaus Haken und Ösen haben!

 

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