Die Inflationslüge

Wir haben nicht nur eine Finanzkrise und Wirtschaftskrise, wie haben auch Inflation!

Offiziell drei bis vier Prozent.

So viel? So hoch? Na, dann halten Sie sich mal fest und stellen schon mal die Baldriantropfen bereit!

Wie wird denn eigentlich unsere Inflation gemessen und weshalb behauptet dieser Eric Promm, dass es eine Inflationslüge gibt? Die Zahlen kommen doch von hochoffizieller Stelle… Alles nur Panikmache! Nur Panikmache oder steckt tatsächlich etwas dahinter?

Zuerst dazu, wie unsere Inflation gemessen wird: Unsere Regierungsstatistiker stellen einen Warenkorb zusammen aus allem, was der deutsche Michel so im Laufe der Woche, des Monats oder des Jahres kauft. Dieser Preis wird berechnet. Das wird dann monatlich gemacht und mit dem Vormonat verglichen. Wird es teurer haben wir eine Inflation.

So einfach, so sinnvoll und grundsätzlich gut. Noch keine Anzeichen einer Manipulation sichtbar. Noch!

Wenn man diesen Warenkorb nun aber anpasst, verändert… was dann? Wenn man zum Beispiel etwas weniger Stromkosten hereinrechnet, dafür etwas mehr Urlaub. Wenn man zum Beispiel einen VHS-Videorecorder hineinrechnet… WAS? Sie wissen nicht mehr, was ein VHS-Recorder ist? Sie haben nicht vor, sich einen solchen zu kaufen? (Machen Sie sich doch den Spaß und verlangen so ein hochtechnisches Gerät in Ihrem bevorzugten HiFi-Markt – die werden die versteckten Kameras suchen oder Sie bestenfalls milde lächelnd stehen lasen). Auch blöd für den Alleinverdiener, dass gerade Essen und Heizung teurer wird. Soll er doch einfach von seinen 1.200,- € mit seiner Familie öfter in den Urlaub fahren, dann muss er nicht soviel heizen. Sie sehen: Man nimmt Dinge, die teurer werden heraus (dabei ist es unerheblich, ob solche Dinge täglich gebraucht werden) und ersetzt sie durch Dinge, die günstiger werden (wierderum unerheblich, ob man sich diese leisten kann). Zudem lässt man veraltete Technik im Warenkorb… wie eben den Videorecorder oder einen alten Computer, die, sollte man sie tatsächlich noch kaufen können, twar deutlich günstiger, doch eben nicht auf der Höhe der Zeit sind.

So zaubert man eine traumhaft niedrige Inflation… Voilá

Aber wie ist denn nun die echte Inflation messbar?

Ja, das ginge ja so einfach. Es gibt dafür sogar eine Formel:

Geldmengenwachstum (M3) abzüglich Wirtschaftswachstum ergibt Inflation

Sie hätten das gerne mit Zahlen? Gerne – hier ein Beispiel:

Geldmengenwachstum (M3) in der Bundesrepublik 2007: zirka 12 Prozent abzüglich Wirtschaftswachstum in der Bundesrepublik 2007: zirka 2,2 Prozent ergibt Inflation 2007: zirka 9,8 Prozent

Knapp 10% enspricht eher Ihrem Bauchgefühl oder sagen wir: Ihrem gesunden Menschenverstand? Glückwunsch! Sie lassen sich nicht so einfach verkohlen!

Denken Sie nur einmal an unsere gute alte DM zurück. Wenn Sie damals eingekauft haben. Was haben Sie für den Einkauf bezahlt? Das Selbe wie heute in Euro? Willkommen im Club!

Ein Experiment: Schreiben Sie sich die Preise der zehn wichtigsten Dinge auf, die Sie regelmäßig kaufen. Addieren Sie sie. Tun Sie das wieder in einem Monat, in zwei, in drei und nach einem Jahr. So errechnen Sie selbst Ihre eigene Inflation. Ich bin gespannt auf Ihr Ergebnis. Meines lag ziemlich nahe an den oben erwähnten knapp 10%!

Eric Promm
 

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