Archive

Category Archives for "Immobilien"

Manipulation mit dem „Reichtumseffekt“ („Wealth Effect“)

Was um alles in der Welt ist nun wieder dieser Reichtumseffekt und wie sollen wir damit manipuliert werden? Ist Reichtum, wenn auf nur gefühlter, nicht gerade in einer Eurokrise oder eine Wirtschaftskrise eher positiv zu sehen?

Erst mal ganz von Anfang an: Was ist denn dieser Reichtumseffekt – oder besser bekannt aus dem Englischen, der Wealt Effect?

Es handelt sich dabei um eine sehr perfide Art der Manipulation: Hier wird Menschen, die im Besitz von Sachwerten (wie Häusern, Grundstücken oder auch Aktienanteilen) vorgegaukelt, dass der Wert eben dieser Werte sich deutlich erhöht. Der Anleger freut sich und, das nimmt in den USA bereits deutlich überhand, gönnt sich etwas. Eine Urlaubsreise, ein neues Auto, ein tolles Essen mit der ganzen Familie…

Sie können bis hier noch keine Manipulation erkennen? Uns selbst wenn – wie wäre diese durchführbar? Genau das ist das Perfide an dieser Sache!

Zuerst mal zum Thema, wie denn hier etwas verschleiert wird, bzw. werden kann. Danach wenden wir uns den Themen zu, weshalb man das tun sollte und schließlich, welche Auswirkungen dies, und gerade in einer Finanzkrise hat. Oder, ob so etwas nicht gerade auch zu einer Wirtschaftskrise führen kann.

Wie nun, werden diese Nebelbomen, wie MR. Dax, Dirk Müller sie nennt, gezündet?

Nehemn wir an, Sie sind stolzer Besitzer eines Einfamilienhauses, welches Sie für 100.000,- € gekauft haben. In manchen Teilen der Republik ist eine Anlageimmobilie für diesen Preis ein Schnäppchen, in manchen eher eine überteuerte Immobilie. Lassen Sie uns zur Berechnung aber einfach bei dieser glatten Summe bleiben. Nun druckt unser Vater Staat Geld. Das tut er seit Jahren immer exzessiver (auch ein Thema, mit dem ich mich in einem Blog beschäftige). Das lässt nicht nur die Preise für Lebensmittel und Benzin steigen – es lässt auch die Immbobilienpreise steigen… und Sie die Teuerungsrate bei Ihren Ausgaben schnell vergessen. Sie haben zwar eine Inflation von 10%, das heisst, Sie bezahlen für Ihre Brötchen morgens beim Bäcker ein paar Cent mehr. Dafür ist Ihre Immobilie nun aber auch 110.000,- € wert! Was sind da schon die paar Cents beim Einkauf, beim Tanken oder der Stromrechnung? Sie freuen sich, dass Sie urplötzlich um 10.000,- € reicher sind. Da kann man sich schon mal eine Urlaiubsreise für 3.000,- € gönnen. Sch… auf die Wirtschaftskrise!

Genauso hat sich das Väterchen Staat auch gedacht: Nicht nur kann er sich durch geschickte Inflation entschulden, wir, die braven Bürger, geben auch mehr Geld aus und kurbeln dabei die Wirtschaft an. Soweit, so gut.

Sie erkennen die Manipulation… doch wo steckt das Problem? Was soll hier zu einer Wirtschaftskrise führen?

Nun, gehen Sie gedanklich mit mir einfach ein, zwei Schritte weiter: Was ist mit Ihrem Nachbarn Peter? Der ist nämlich Mieter und sieht nur die andere Seite der Medallie. Er glaubt zwar die Inflationslüge, die man ihm auftischt, dennoch hat er täglich irgendwie dieses Problem, dass nach dem Einkaufen immer weniger Geld übrig ist. Es bleibt immer weniger zum Leben. Er hat kein Haus, bei dem er sich über eine Wertsteigerung freuen kann.

Und leider muss ich nun auch Ihnen die Freude an Ihrer Wertsteigerung ein wenig verderben: Wenn Sie dieses Haus selbst bewohnen, also nicht als Anlageimmobilie gekauft und vermietet haben, was um alles in der Welt bringt Ihnen denn nun diese Wertsteigerung? (ja, dieser Promm kann schon gemein sein) Solange Sie nicht verkaufen nämlich herzlich wenig! Aber immerhin: Es fühlt sich wenigstens gut an 🙂

Und wenn Sie verkaufen? Dann haben Sie doch 10.000,- € mehr in der Tasche! Naja, zumindest einen Teil davon, nachdem Sie Vater Staat ausbezahlt haben und dann ist da noch die Urlaubsreise, die abzubezahlen ist. Und was das wirkliche Problem ist: Wenn Sie verkaufen, dann geht es Ihnen wie Ihrem Nachbarn Peter: Keine Möglichkeit der Wertsteigerung dafür aber die volle Kehrseite der Inflation. Also behalten und zumindest im Kopf vom Reichtumseffekt profitieren. Auf Ihrem Konto wirkt es sich ja leider nicht wirklich aus.

Es muss aber doch einen Ausweg geben?! Natürlich: Jedes Spiel hat Regeln und die sollten Sie kennen.

Wie sicher ist ein Bausparvertrag?

„Papi, wenn ich groß bin will ich auch mal Spießer werden!“, so sehen wir es im Fernsehen. Der Koonsument des toll gemachten Spots setzt Speißertum mit Sicherheit gleich und Sicherheit ist doch genau das, wonach man in diesen Tagen von Eurokrise und Finanzkrise sucht.

Doch ist Bausparen eine gute Investition?

Eine Frage, die sich mittlerweile viele Bausparer zurecht stellen, ja stellen müssen!

Bei einem Bausparvertrag handelt es sich um einen Geldwert. Das Guthaben kann jederzeit durch Inflation und Währungsreform beeinflusst werden. Bei Geldwertverfall ist es vergleichbar mit einem Sparbuch und es kann und wird in den allermeisten Fällen zwingend zu einem jährlichen Minus kommen.
Eine Reformation der Währung bringt sogar noch größere Verluste mit sich. Bei der Umrechnung des Guthabens in eine neue Währung, weiß man nie wie das Ergebnis aussieht. Was man allerdings aus der Erfashrung bereits sagen kann: Der Verbraucher – also Sie und ich – schneidet in aller Regel ziemlich schlecht dabei ab!  Verbraucherschützer wie weisen darauf hin, dass ein klassischer Bausparer mit Darlehen nur dann sinnvoll ist, wenn das Darlehen in absehbarer Zeit gebraucht wird. Ist dies nicht der Fall, kann dies zu einem großen Schaden führen. Und selbst wenn das Darlehen gebraucht wird ist die Entscheidung in Zeiten von Finanzkrise und Eurokirse nicht mehr wirklich eindeutig.

Was spricht denn für einen solchen Bausparvertrag

Schon vor Abschluss steht die Höhe des Kreditzinses fest, was für einen Bausparvertrag spricht. Dies ist jedoch nur von Bedeutung, wenn der Kreditzins des Bausparvertrages niedriger ist, als der Kreditzins den Sie bei einer gewöhnlichen Bank erhalten würden.

Wie sehen die Nachteile eines Bausparvertrages genau aus?

Weist der Bausparvertrag einen höheren Kreditzins als der freie Markt auf, und Sie nehmen einen Kredit am freien Markt auf, kündigen Ihren Bausparvertrag und lassen sich das Ersparte auszahlen, dann käme Ihnen das am Ende sehr teuer. Abschlußgebühren werden natürlich auch nicht erstattet.
Bekommen Sie zudem- wie bei einem Bausparvertrag üblich –  auch einen schlechten Guthabenzins während der sogenannten Ansparphase, dann sind auch hier die Karten schlecht für Sie. Ihr Geld hätte deutlich besser investiert werden können. Der Bausparer als Geldanlage hat in den allermeisten Fällen ausgedient.

Die Moral von der Geschichte

Im Endeffekt ist ein Bausparer ein Wagnis. Dieses kann entweder zu Gewinn oder zu Verlust führen. Als Geldanlage taugt er selten. Ist der Kreditzins bei der Bank höher als beim Bausparvertrag, dann haben Sie gewonnen. Ist es andersrum, dann machten Sie Verluste.

Bausparen bei Inflation

Inflation versursacht normalerweise das Steigen von Kreditzinsen. Deswegen kann es durchaus sinnvoll sein sich einen niedrigen Kreditzins zu sichern. Ein Bausparvertrag macht bei starkem Geldwertverfall also mehr Sinn. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass Sie eine Ansparphase haben. Und ein Geldwertverfall führt zu einer Wertverminderung in der Ansparphase. Man kann vorher also nur schwerlich eine Prognose machen ob es wirklich so rentabel ist.

Zahlungsfähigkeit – der Guthabenzins ist wichtig!

Zahlreiche Investoren sind im Besitz eines halbwegs brauchbaren Bausparers mit Zinserträgen von 3%. Können Sie diese Zahlungsfähigkeit aufrechterhalten, dann lösen Sie den Bausparvertrag nicht auf. Behalten Sie jedoch im Hinterkopf, dass es keine garantierte und sichere Geldanlage ist! Auf Dauer gesehen sollten Sie hier Aufmerksamkeit bewahren, da auch ein hoher Guthabenzins von 3%, bei Inflation nicht standhält. Selbst in der heutigen Zeit einer nominell niedrigen Inflation (und Sie wissen vielleicht bereits, dass ich die offiziellen Werte hier mehr als infrage stelle) und einer Verzinsung von sagenhaften 3% sparen Sie sich bereits ärmer!

Bilanz

Bei Geldwertverfall gibt es keine sichere Antwort darauf, ob ein Bausparvertrag rentabel ist. Legt man einen Bausparvertrag als Geldreserve an ist eine gute Guthabenverzinsung essentiell. Findet jedoch eine Währungsreform statt kann und wird es zu sehr großen Verlusten kommen. Bis hin zu einem Komplettverlust, denn vergessen wir nicht: Auch eine Bausparkasse ist letztendlich eine Art Bank. Sie hat oftmals keine echten Werte und das Geschäft ist daher auf Vertrauen und Garantien aufgebaut. Vertrauen schwindet jedoch bei einer echten Krise sehr schnell dahin…

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Bausparverträgen? Bitte lassen Sie mich im Kommentarfeld unten daran teilhaben.