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Category Archives for "Finanzkrise"

Wie und in was soll ich 10.000,- € investieren?

Wie soll ich mein Geld anlegen? Was soll, was kann man denn heute noch machen? Diese und ähnliche Fragen erreichen mich fast täglich.

Stellen Sie diese Frage zehn Finanzberatern, so erhalten Sie meist zehn direkt Antworten. Leider! Und das sogar in Zeiten einer Finanzkrise, einer Eurokrise, wie wir sie ja immer noch aktuell haben. Unglaublich! Denn wer hier pauschal und direkt meint antworten zu können hat – und wir sprechen hier wirklich von gelernten Finanzberatern – eine Trefferquote von unbeschreiblichen 3%!

Vergleichen Sie es mit einem Autokauf. Fragen Sie einen Verkäufer: Ich habe zehntausend Euro (ersetzen Sie die Zahl gerne durch die Euromenge Ihrer Wahl). Welches Auto soll ich kaufen… nun sollte dieser Fragen stellen!

Fragen? Wieso Fragen? Ich will mich nicht über mein Leben mit dem Berater unterhalten. Ich will Geld anlegen!

Nun, zurück zum Vergleich mit dem Autokauf: Die Fragen, die nun kommen sollten sind solche in der Art wie: Haben Sie Familie oder sind Sie Single, müssen Sie viel transportieren oder möchten Sie den Wagen nutzen, um am Wochenenden mit der oder dem Liebsten Ausflüge in die Berge zu machen.

Was würde denn auch eine Großfamilie mit einem Zweisitzer-Sportwagen anfangen oder im Umkehrschluss ein sportlicher Single mit einem Kleinbus?

Da schließt sich der Kreis zu unserer Geldanlage. Gerne nenne ich es auch Investmentvehikel. Warum Vehikel? Weil ein solches Sie vom aktuellen Punkt A zum gewünschten Punkt B bringt.

Investieren, bzw. Geldanlagen ist also mehr als ein kurzer Rat. Es hat mit Ihrer persönlichen Einstellung zu tun. Es ist ein persönlicher Plan. So kommt es auch, dass Sie sich durch Fragen „Wie lange soll das Geld angelegt werden, vertrauen Sie Banken, vertrauen Sie dem Euro, wie ist Ihre Risikoneigung…“ und ein paar mehr selbst erst einmal klar werden, wohin Sie denn mit Ihrer Geldanlage wollen.

Das ist auch für Sie der erste und wichtigste Punkt: Nur, wenn Sie selbst wissen, was Sie möchten, dann kann ein Finanzberater Ihnen dabei helfen, den passenden Weg zu finden. Die Richtung müssen Sie vorgeben. So kann man Sie auch nicht so einfach in unsinnige und unseriöse Anlagen „hineinquatschen“.

Leider planen wir Deutschen oft unseren Urlaub deutlich besser als unsere finanzielle Zukunft. Niemals würde es uns passieren, dass wir am Flugschalter stehen und sagen „Ein Ticket bitte“, „Wohin? Äh, keine Ahnung, das müssen Sie doch wissen…“. Wir wissen, wo wir hin wollen. Diese tolle Landschaft, der kleine Italiener am See, die Pension mit dem schönen Meerblick, das tolle Mittelmeerklima. Doch beim Thema Geld hört die Planung leider meist auf.

Auch ist es vernünftig, dass Sie mit steigendem Vermögen mehr als ein Vehikel benötigen werden.

Verlieben Sie sich also auf keinen Fall in Ihre Geldanlagen! Prüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Ziele sich vielleicht verändert haben, an Ihre Lebensplanung angepasst werden müssen und ob die Investments noch der aktuellen Zeit entsprechen. So sind zum Beispiel Lebens- oder Rentenversicherungen in den heutigen Zeiten der Eurokrise und Finanzkrise einfach oft nicht mehr die richtige Wahl. Edelmetalle sind meist die heutige Versicherung gegen Crash und Inflation. Sie waren früher mal eine vernünftige Anlage und sind doch heute oft sogar gefährlich für Ihr Vermögen.

Also hier die Kurzformel:

1. Überlegen Sie: Wo möchte ich hin? Was ist mein Ziel?
2. Finden Sie die dafür passenden Vehikel
3. Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen

Und: Wissen alleine hilft noch nichts. Fangen Sie an. Beginnen Sie Ihre Reise. Heute. Jetzt!

Ausblick in der Eurokrise – ist sichere Anlage überhaupt noch möglich?

Ist sichere Geldanlage in der Eurokrise überhaupt noch möglich?

Zu einer Vermögensfalle der besonderen Art hat sich die Finanz- und Schuldenkrise in Europa entwickelt. Ist es auch in Krisenzeiten möglich, Geld profitabel anzulegen?
Die europäische Zentralbank hat vor in nächster Zukunft, unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern anzukaufen und das Bundesverfassungsgericht hat den permanenten Schutzschirm ESM abgesegnet. Könnte das die Lösung für die Eurokrise sein? Wohl eher nicht. Damit haben Notenbanken und Politiker nur signalisiert, dass alles versucht wird, um dem Zerfall der Eurozone entgegenzuwirken.
Mit großer Erleichterung haben die Märkte diese Botschaft aufgenommen und spekulieren fleißig weiter. Wenn sich ihre Rechnung aufgeht, werden mögliche Pleiten und Verluste von Staatsanleihen und Banken zunächst über neue Kredite aufgehalten bzw. aufgeschoben und im Anschluss daran dem Steuerzahler, sprich der Allgemeinheit aufgedrückt. Eines muss jedoch klar sein! Die derzeitige massive weltweite Verschuldung, kann nicht durch neue Schulden gelöst werden.

Dass Krisen nicht kurzfristig gelöst werden können, sollten wir bereits aus der Finanzgeschichte gelernt haben. Wir werden kaum an weiteren Sparmaßnahmen, Steuererhöhungen, einer noch höheren Inflation und zu guter Letzt Schuldenschnitten, vorbei kommen. Ohne massive Einschnitte, Einschränkungen und Kürzungen in den nächsten fünf bis zehn Jahren wird es nicht gehen.

Ist es in Zeiten wie diesen überhaupt noch möglich ein Vermögen für die Altersvorsorge aufzubauen und worauf sollten Anleger besonders achten?

Eines muss von vorne herein klar sein, die derzeitige Geldpolitik wird automatisch dazu führen, dass selbst sichere Anlagen deutlich geringere Erträge als bisher erzielen werden. Doch meist werden Anleger  selbst im besten Fall nicht von den Folgen der Verschuldungskrise verschont bleiben und zusätzliche Steuererhöhungen sowie ein weiterer Anstieg der Inflationsraten, werden sich negativ auf das zur Verfügung stehende Einkommen auswirken.
Es empfiehlt sich also, insgesamt noch einen Schritt weiter zurück zu gehen und auf jeden Fall deutlich mehr zu sparen.

Wie sieht es mit Aktien aus?

Ein kritischer Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Aktien bei anziehender Inflation eher schlechte Ergebnisse geliefert haben und in ihrer Tendenz keinen wirksamen Inflationsschutz bieten.
Anlegern kann nur empfohlen werden, das Risiko ihres Depots ausführlich zu prüfen und sich auf langfristige Investitionsmöglichkeiten zu konzentrieren. Um sich vor möglichen Rückschlägen abzusichern, empfiehlt es sich eine breite Streuung zu gewährleisten und Depots zu wählen die sich auf Sicherheit orientieren. Heutzutage gilt es an erster Stelle einen Verlust zu verhindern. Gewinnmaximierung kommt erst an zweiter Stelle. Was bei anziehender Inflation den Erhalt der Kaufkraft sichern könnte und sich als Geldanlage eignen könnte, sind eventuell noch Portfolios mit Fremdwährungsanleihen von Staaten mit soliden Finanzen. Außerdem gelten inflationsgeschützte Anleihen, Rohstoffe, Gold und Immobilien oder Immobilienbeteiligungen als rentabel.

Rückblickend kann gesagt werden, dass umsichtige Privatanleger im letzten Jahrzehnt im Durchschnitt fünf bis sechs Prozent, nach Abzug aller Kosten erzielen konnten. Institutionelle Investoren, die tendenziell etwas sicherheitsorientierter anlegen müssen, erreichten im Schnitt vier bis fünf Prozent. Diesen wird die teilweise Zwangsanlage in Staatsanleihen aber zunehmend ernste Probleme bis hin zu Totalausfällen bereiten.

Chancen auf dem Geldmarkt gibt es auch in schwierigen Zeiten. Demjenigen dem es gelingt, diese konsequent zu nutzen und größere Verluste abzuwehren, gehört zu den Gewinnern und solche wird es immer geben. Privatanleger haben hier gegenüber Institutionellen sorg deutliche Vorteile. Das nötige Wissen und Sorgfalt natürlich vorausgesetzt – wieder ein Grund mehr, mit meinem Blog die wichtigsten Informationen zu erhalten!

Ich freue mich auf Ihre Meinung – direkt unten im Kommentarfeld!

Photovoltaik (PV) in der Finanzkrise – droht Bankrott?

Photovoltaik (PV) eine krisensichere Anlage oder droht der Bankrott?

Eine relativ neue Kategorie der Anlage sind Photovoltaikanlagen auch PV-Anlagen genannt. Die Firma Solarworld wirbt: Werden Sie zum Stromproduzenten indem Sie sich eine PV kaufen und diese über ein Darlehen finanzieren lassen (z.B. über die KFW Bankengruppe). Dann verkaufen Sie diesen Strom zum Fixpreis, der über dem normalen kWh-Preis liegt, an einen lokalen Stromerzeuger.
Keine Kosten, das Darlehen zahlt sich sozusagen von selbst ab und man macht sogar noch einen monatlichen Überschuss damit. Klingt doch super… fast zu schön, um wahr zu sein.

Sinkende Einspeisepreise

2011 lag der Preis bei Normalanagen je kWh bei 28,74 Cent. Tendenziell wird der Preis jährlich weiter abgesenkt. Rechtlich wird Ihnen die Einspeisevergütung für 20 Jahre gewährt. Es ist allerdings die Frage, ob im Falle einer starken Rezession oder bei Krisenszenarien wie einer Währungsreform oder Inflation diese Gewährleistung nicht geändert werden könnte. Ob auch eine KFW Bankengruppe nicht sogar ihr Geld zurück möchte, wenn Förderungen entfallen sollten.

Regierungen sind in solchen Zeiten bekannt für drastische Maßnahmen und Folgen einer Währungsreform können grundsätzlich Einschnitte bedeuten. In Zeiten einer Krise würde sich Photovoltaik (PV) nicht lohnen, da diese nur durch staatliche Zuschüsse rentabel sind.

Ebenso wenig prädestiniert dafür ist ein Land wie Deutschland, wo nicht einmal im Sommer immer die Sonne scheint. Vom Herbst oder Winter wollen wir erst gar nicht reden.

Risiken und Chancen im Falle einer Währungsreform und Inflation

Haben Sie z. B. bei der KFW Bank oder Ihrer Bank oder Sparkasse einen Kredit für Ihre PV – Anlage während einer Inflation aufgenommen, zahlen Sie real weniger zurück, denn ein Betrag von z.B. 100.000 € wird durch die Inflation automatisch weniger. Das wirkt sich für Sie allerdings nur dann positiv aus, wenn Sie nominal mehr verdienen und zu Ihrem Gehalt einen Inflationsausgleich bekommen. Ob das so sein wird, oder ob Ihr Arbeitgeber (und sei es eine Regierungsstelle) nicht eher drastisch einsparen muss – bis hin zu Entlassungen – müssen wir uns aber fragen.

Eine Währungsreform jedoch birgt in so einem Fall Risiken. Fraglich ist dann, ob die Kreditsumme bei der Umrechnung in die neue Währung positiv oder negativ für Sie ausfallen wird. Es kann durchaus vorkommen, dass Sie eine höhere Rückzahlung haben und zudem die Fördergelder wackeln, wenn diese neu berechnet werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass bei den oben genannten Risiken, die gesamte Kalkulation einer PV-Finanzierung ihre Gültigkeit verliert und dies zu einer finanziell belastenden Situation führen kann.

Kritik – Photovoltaik und Umwelt

Es gibt auch kritische Stimmen die behaupten, dass die Herstellung der Module für erneuerbare Energien mehr Energie kostet, als sie jemals wieder erzeugen könnten. Ich persönlich kann  diesen Umstand nicht sicher abschätzen, wollte diesen Fakt jedoch zumindest erwähnt haben.

Fazit

Photovoltaik oder PV egal ob nun von Solarworld oder jedem anderen Anbieter als Investition und Geldanlage in die Zukunft ist für mich noch mit Fragezeichen besetzt.

Ob das für Sie eine Möglichkeit sein kann, liegt sicher in Ihrem eigenen Ermessen und ist situationsbedingt. Allzu große Investitionen, besonders über Finanzierungen (hier schließe ich eine KFW – Bank mit ein), würde ich Ihnen jedoch keine empfehlen.

Photovoltaik sehe ich als Geldanlage, hinter der durchaus einige Fragezeichen stehen. Wichtig ist ein kritisches Nachdenken.

Eine PV-Anlage jedoch um Ihren privaten Strombedarf zu decken. Um also hier weitgehend autark zu sein… das kann durchaus Sinn ergeben. Dabei sollten Sie eine Finanzierung jedoch (egal KFW – Bank oder andere Banken) gut überdenken und Vor- und Nachteile genau abwägen.

 

Doch was ist Ihre Meinung dazu? Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung gleich unten im Formularfeld!