Eric Promm

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Das Nachrangdarlehen und Ihre Bausparkasse

Was haben denn nun ein Nachrangdarlehen und ein Bausparvertrag gemeinsam?

Antwort: Aus der Sicht des Geldgebers werden beide Sparformen nachrangig bedient. Was das im Einzelnen bedeutet und welche Konsequenzen das hat, werden wir heute gemeinsam auf den Grund gehen.

Lassen Sie es mich mit einem Beispiel erklären, das mein geschätzter Kollege Mario Celic hervorragend zu Papier gebracht hat:
Was ist eigentlich Bausparen? Auf die Idee, einen Bausparvertrag als Nachrangdarlehen zu bezeichnen würde niemand kommen. Doch genau dieser Begriff beschreibt diese Sparform exakt.

Das Prinzip: Viele Sparer zahlen auf ihren Vertrag (Bausparkonto) ein. Manche von ihnen entscheiden sich dafür, ein Eigenheim zu erwerben und ein Darlehen bei der Bausparkasse aufzunehmen. Die Bausparkasse leiht dem Darlehensnehmer allerdings nur einen kleinen Teil des gesamten Kaufpreises.

Den Rest erhält der Darlehensnehmer von seiner Bank und ggf. durch Eigenkapital.

Die Bank sichert sich das verliehene Geld mit der Immobilie erstrangig ab. Das bedeutet, sollte der Geldleiher das Geld nicht zurückzahlen können, wird die Bank die Immobilie Zwangsverkaufen, um an das Geld zu kommen.

Das geliehene Geld von der Bausparkasse wird nachrangig behandelt. Das bedeutet, sollte nach dem Zwangsverkauf seitens der Bank noch Geld übrig bleiben, bekommt die Bausparkasse und damit die Bausparer ihr Geld!

Nachrangigkeit bedeutet also, man steht in der Warteschlange hinter den Ansprüchen von Anderen.
Was ist aber, wenn man vor sich in der Warteschlange keine „Anderen“ hat? Dann ist dieser Nachrang nur ein Bestandteil der Vertragstheorie und kommt nicht zur Anwendung!

Bild Nachrangdarlehen und Bausparvertrag

Bild Nachrangdarlehen und Bausparvertrag

Wenn man also keine anderen Anspruchsteller hat, als die Sparer selbst, bleibt nur noch die Frage zu klären, wie eine vernünftige Verzinsung erreicht werden kann, damit sich eine Sparform auch zum Vermögensaufbau eignet.

Der Vermögensaufbau beginnt unter Berücksichtigung von Steuern und Inflation ab ca. 4% Rendite pro Jahr. Alles darunter wird durch Inflation aufgefressen.

Der Bausparvertrag zahlt eine Guthabenverzinsung zw. 0,5% und 1,5% pro Jahr aus. Damit scheidet der Bausparvertrag als Geldanlageinstrument leider bereits aus. 
Eine Sparform mit einer Rendite oberhalb von 5% wäre durchaus eine echte Alternative am Markt. Oder sehen Sie das anders?

Würde sich am Risiko oder an der Sicherheit aus Ihrer Sicht unter folgender Bedingung was ändern: Die Alternative Sparform, aber ohne die Institution Bausparkasse dazwischen und damit die hohen Zinsen direkt auf Ihr Konto?

 

Bild Nachrangdarlehen: Ist jemand vor mir?

Bild Nachrangdarlehen: Ist jemand vor mir?

 

Fazit: Ein Nachrangdarlehen allgemein ist also ersteinmal weder gut noch schlecht als Anlageform. So wie ein Messer weder gut noch schlecht an sich ist. In der Küche ist es sehr wertvoll als Helfer, in der Hand eines falschen Menschen… (verzeihen Sie mir diesen bildlichen, wenn auch sehr treffenden Vergleich).

Das Angebot muss genauer geprüft werden. Ist das Angebot gut uns für den Anleger sicher ausgearbeitet, dann kann ein Nachrangdarlehen die Lösung für eine sichere und rentable Anlage sein.

 

 

Dieser Artikel enthält Auszüge aus dem Artikel: Nachrangdarlehen die Alternative von Mario Celic/ Immobilienkontor Deutschland GmbH ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Fragen Sie doch Ihren Steuerberater… Ehrlich?????

„Da frage ich mal meinen Steuerberater!“ höre ich oft, wenn es um das Thema Geld und Geldanlage geht. Aber: Ist das auch sinnvoll?

Mal ehrlich: Haben Sie sich diesen Satz auch schon sagen hören? Wenn ja: dies kann und wird sich mit diesem Artikel sehr wahrscheinlich ändern.

Ein Steuerberater kennt sich – wie der Name schon sagt – üblicherweise mit Steuern aus. Wissen Sie aber, wieviel er in seiner Ausbilgung über Geldanlage lernt? Die erschreckende Antwort: Nichts. Überhaupt gar nichts.

Mein alter Steuerberater – ich habe seit einiger Zeit einen extrem fähigen, der sogar versteht was ich in Sachen Geldanlage tue – hat sich regelmäßig Rat von mir geholt. Er gab zu, nicht annähernd zu verstehen, wie das genau mit der sicheren und rentablen Geldanlage funktioniert. Er hatt eben nur ein ungutes Gefühl, was die Banken angeht umso mehr wir beide uns über das Thema unterhielten.

Sein Studium oder seine tägliche Arbeit waren ihm dabei aber in keinster Weise nützlich.

Dabei haben ihn ganz sicher auch viele seiner Klienten um Rat gefragt. Und wie es im Leben so ist: Wenn jemand Deine Meinung hören will, dann fühlst Du Dich geschmeichelt und tust ihm den Gefallen. Auch, wenn es eben nur eine persönliche Meinung ist.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich habe absolut rein gar nichts gegen Steuerberater.

Im Gegenteil: Im Bereich Steuern sind Sie für mich unabdingbar. Aber eben im Bereich Steuern – nicht bei der Geldanlage (wenn man jetzt mal z.B. von der steuerlichen Auswirkung eines Rürup-Vertrages absieht – das weiß der.. er hat nur eben im Normalfall keine Ahnung, welcher der beste Anbieter und wie die optimale Gestaltung für diesen Vertrag ist).

Wenn Sie also das nächste mal die Worte im Hinterkopf aufkommen fühlen „da frage ich mal meinen Steuerberater“, dann machen Sie sich bewusst:

Der Mensch neigt dazu, schwerere Entscheidungen abzugeben. „Wenn die Anlage schief geht, dann bin nicht ich Schuld, sondern mein Steuerberater“.

Wenn es um Ihr Vermögen geht, dann ist dies aber leider keine vernünftige Lösung.

Einen Schuldigen zu haben ist in dem Fall nur der Trostpreis. Ihr Vermögen wäre im schlechtesten Fall trotzdem dezimiert.

Aber was ist denn dann eine Lösung? Dafür sind Sie auf dem besten Weg – denn die einzige wahre Lösung heisst: Eigenes Wissen.

Und sich das anzueignen sind Sie ja eben auf dem allerbesten Weg.

 

Nun freue ich mich auf Ihre Meinung zum Thema „Steuerberater“ – gleich unten unter Kommentare

 

Ihr Eric Promm

Regel Nummer 1: Verliere niemals Geld!

Die wichtigste Regel beim Vermögensaufbau: Verliere niemals Geld!

Lesen Sie einen Gastartikel von Herrn. Dr. Siegfried Kade:

 

Jedes Jahr begehen unzählige Kapitalanleger einen ganz fatalen Fehler, durch den viele von ihnen Geld verlieren. Nur wer ihn kennt, kann ihn vermeiden. Vielleicht erfahren Sie noch rechtzeitig davon.

Ich bin Dr. Siegfried Kade. Gemeinsam mit meinem Kollegen, Knuth Browatzki, zeige ich Stiftungen und privaten Kapitalanlegern wie sie ihr Vermögen unter den Bedingungen der Nullzinspolitik sicher und transparent investieren können.

In diesem Beitrag erfahren Sie einige in langjähriger Praxis wurzelnde Gedanken zum Thema „Sicherheit und Risiken bei der Kapitalanlage“.

Und wir nennen Ihnen fünf Kriterien, die als Maßstab für eine sichere Geldanlage dienen können.


Sicherheit ist die Abwesenheit von vermeidbaren Risiken.

 

Die ganze Fülle an Geldanlagen lässt sich am Ende in zwei Gruppen bündeln, in sichere und unsichere. Dabei verhält es sich mit der Sicherheit wie mit der Schwangerschaft. Beide sind absolut. Sie sind da oder nicht. D. h., wenn eine Geldanlage nicht sicher ist, dann ist sie unsicher oder mit anderen Worten riskant. Damit stellt sich die Frage wohin der Risikoregler tendiert, zu Minimum oder zu Maximum?

Es gibt Risiken, die Geldanleger nicht beeinflussen können: einen neuen Weltkrieg, eine globale Pandemie, den nächsten Finanzcrash, den Einschlag eines Asteroiden u. ä. Wir müssen sie hinnehmen. Das gilt jedoch nicht für die Gruppe der beeinflussbaren Risiken.

Wenn Sie Ihr Kapital sicher investieren wollen, dann müssen Sie „RISK“ auf „MINIMUM“ stellen, indem Sie sich Geldanlagen suchen, bei denen die beeinflussbaren Risiken ausgeschlossen sind.

Ganz klar, das ist eine echte Herausforderung. Und die breite Masse der Geldanleger wird sie nicht bewältigen. Die Mehrzahl wird auch künftig in medial angepriesene „Papiertiger“ investieren und verlieren.
Würden Sie in eine Geldanlage investieren, zu der Ihnen der Berater Folgendes sagt:

„Sie beginnen Ihr Investment mit einem Verlust von 8 bis 13 Prozent. Die erwartete Rendite liegt bei etwa 3 Prozent. Wie sich der Wert der Anlage entwickeln wird, lässt sich nicht genau vorhersagen. Er könnte steigen aber auch fallen. In jedem Fall haften Sie persönlich und uneingeschränkt mit Ihrem gesamten Vermögen für Ihre Anlage.“
In welche Richtung mag der Risikoregler hier zeigen?

Es handelt sich hier um kein exotisches Investment wie etwa die Beteiligung an einem Riesenrad in Singapur oder an einem Bergwerk in Afrika. Es ist eine vermeintlich sichere Anlage hier in Deutschland: die vermietete Wohnimmobilie.

Die Hochschule Görlitz/Zittau und das Deutsche Institut der Wirtschaft (DIW) kommen in ihren Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass mehr als 50 % der privaten Anleger damit wirtschaftlich scheitern. Von rund sieben Millionen Eigentümern vermieteter Immobilien erreichen weniger als drei Millionen eine schwarze Null.

 

Kapitalanlagemasochismus

Masochisten genießen Schmerzen. Manche fügen sie sich deshalb auch selbst zu. Davon scheinen viele Geldanleger nicht weit entfernt zu sein, zumindest was ihr finanzielles Leid angeht.

Wie würden Sie Kapitalanleger nennen, die Investments zeichnen, obwohl in den Prospekten auf zahlreichen Seiten über bestehende Risiken geschrieben wird?

Die folgende Liste zeigt die Überschriften (und nicht einmal alle) der Beschreibung von Risiken einer öffentlich angebotenen Kapitalanlage (Anleihe). Die Risikobelehrung erstreckt sich im Prospekt über 17 Seiten. Da geht es um:

  • Allgemeine und spezielle unternehmerische Risiken,
  • Marktrisiken,
  • Platzierungsrisiko,
  • Investitionsrisiko,
  • Fehlinvestitionsrisiko,
  • Personalrisiko,
  • Investitionen in sonstige Anlagen,
  • Risiken aus den Freien Mitteln,
  • Risiken im Zusammenhang mit der Aufnahme neuer Geschäftsfelder,
  • Risiken aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen,
  • Risiken durch Verflechtungen,
  • Risiken aus den laufenden Finanzprodukten,
  • Risiken aus Prospekthaftungsansprüchen,
  • Risiken aus Rechtsstreitigkeiten,
  • Risiken durch Fremdfinanzierung,
  • Veräußerbarkeit und Kursrisiken,
  • Fehlende geeignete Erwerbsmöglichkeiten für Immobilien,
  • Risiken der Rückabwicklung von Kaufverträgen,
  • Risiken aufgrund der Veränderung von Immobilienpreisen,
  • Risiko aus der Überlassung von Mitteln an verbundene Unternehmen,
  • Einfluss von Transaktions- und ähnlichen Kosten,
  • Pflichtverletzung des Treuhänders oder Mittelverwendungskontrolleurs,
  • Risiko aus verlorenen Kauf-Nebenkosten, u. a.

Umfang und Inhalt der „Risikobelehrungen“ in den Prospekten variieren. In aller Regel werden Sie jedoch einen Satz finden, der alle Risiken zusammenfasst und etwa so lautet: „Der Verlust eines Teils oder des gesamten eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.“

 

Zwei Schlussfolgerungen, vielleicht auch Ratschläge, drängen sich auf.

1. Lassen Sie sich nicht von vermeintlich geringen Wahrscheinlichkeiten verführen. Wenn nämlich der Verlust Ihres Kapitals durch einen Risikofaktor mit nur einem Prozent Eintrittswahrscheinlichkeit ausgelöst wird, ist es auch weg.

2. Denken Sie umgekehrt. Unterstellen Sie vor der Zeichnung den Eintritt des worts case. Nehmen Sie an, einer oder mehrere Punkte aus der Risikobelehrung sind eingetreten. Nun überlegen Sie, welche Chancen Sie haben, wieder an Ihr eingesetztes Geld zu kommen.

 

Wenn Sie das konsequent tun, drehen Sie den „RISK“-Regler ein ganzes Stück weit in Richtung „MINIMUM“. Dadurch werden Sie sich auf alle Fälle finanzielle Schmerzen ersparen, zumindest aber werden sie rapide vermindert. Gleichwohl tut sich damit ein neues Problem auf. Es fehlen nämlich plötzlich genügend vernünftige Möglichkeiten für die Anlage Ihres Kapitals. Das ist folgerichtig, denn

 

Spitzenprodukte sind nicht von der Stange zu haben.

Allerdings werden Sie bei der Suche nach Spitzenprodukten auch erst dann fündig, wenn Sie die ausgetretenen Pfade der in den Medien angepriesenen Massenanlagen verlassen.
Angenommen ein 50jähriger Mann möchte 100.000 Euro anlegen und daraus monatliche Auszahlungen beziehen. Dann könnte er sich der massiven Werbemacht der Versicherungskonzerne beugen und eine Rentenversicherung gegen Einmalbetrag mit sofort beginnenden Auszahlungen abschließen. Er könnte aber auch tiefer graben und auf bessere, sicherere und rentablere Produkte stossen.

 

Mit guten Investments verhält es sich wie mit BIO-Produkten. Sie sind nur begrenzt verfügbar. Ihr Markt basiert wesentlich auf Empfehlungen. Wer zu spät kommt, muss warten. Und Käufer, die selbst positive Erfahrungen gemacht haben, kommen wieder. Das schränkt das Angebot für neue Kunden weiter ein. Die investieren dann womöglich in eines der üblichen Massenangebote und begehen dabei den eingangs genannten fatalen Fehler.

Sie investieren im Hoffnungsmodus.

Das bedeutet einerseits, dass die meisten Kapitalanleger ihr Geld aus der Hand geben, ohne dafür einen Wert zurückzubekommen. Sie sind mit einem Rückzahlungsversprechen, das auf einem Stück Papier steht, zufrieden. Das kann ein Kontoauszug sein, ein Sparbuch, eine Versicherungspolice, ein Zertifikat, ein Optionsschein usw.

Es bedeutet andererseits, dass Geldanleger ihr Kapital in Sachwerte stecken, deren Erfolg auf Annahmen (Hoffnungen) beruht. So basiert z. B. die Renditeprognose einer vermieteten Immobilie auf der Annahme, dass keine Reparaturen notwendig werden und die Miete über viele Jahre immer pünktlich und in voller Höhe eingeht.

 

Fünf Kriterien für eine sichere Geldanlage

Falls Sie einmal überprüfen wollen, ob die Kapitalanlagen, die Sie gezeichnet haben oder deren Zeichnung Sie in Erwägung ziehen, in die Kategorie „sicher“ passen, dann messen Sie diese an den folgenden fünf Kriterien:

  1. Wird das eingesetzte Kapital durch eine werthaltige dingliche Sache abgesichert?
  2. Beträgt der Wert der dinglichen Sicherheit wenigstens 150 % zum Kapitaleinsatz?
  3. Haben Sie selbst Zugriff auf das Sicherungsgut, um es im Bedarfsfall zu verwerten?
  4. Besteht im Schadensfall ein Rechtsanspruch auf Ihre vorrangige Befriedigung?
  5. Können Sie Ihren Rechtsanspruch auch ohne lange und teure Klage durchsetzen?

Mit den besten Wünschen

Dr. Siegfried Kade

Achtung riskante Lebensversicherungen

Im Durchschnitt haben wir alle in Deutschland 1,2 Lebensversicherungen. Meist um für unser Alter vorzusorgen um sich auch etwas leisten zu können.

Dies kann jedoch gewaltig nach hinten losgehen, wenn man sich mal anschaut, was sich da für uns alle momentan zusammenbraut!

Tatsächlich ist das, was offiziell als kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherung bezeichnet wird schon fast (Trick-)Betrug zu nennen. Noch dazu von staatlicher Seite abgesegnet.

Ein bezeichnenderer Name nämlich wäre kapitalvernichtende Versicherung!

Dass Versicherer die den Großteil der ihnen anvertrauten Kundengelder in Fässer ohne Boden (Staatsanleihen von maroden Banken wie z.B. der WestLB sowie diverse Staatsanleihen krisengeschüttelter Staaten) ist mittlerweile allgemein bekannt.

Was die wenigstens jedoch wissen: Rund 2,5 Billionen versicherter Leistung stehen gerade einmal 650 Milliarden Deckungskapital gegenüber. Wie sollen diese Versprechen denn da eingelöst werden?

§ 89 VAG regelt dasZahlungsverbot und die Herabsetzung von Leistungen im Versicherungsaufsichtsgesetz.

Zusammengefasst sagt er folgendes aus:

  1. Ergibt sich bei Prüfung der Vermögenslage eines Unternehmens, dass dieses nicht mehr imstande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen, können alle Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung verboten werden.
  2. Die Aufsichtsbehörde kann wenn nötig die Verpflichtungen des Versicherungsunternehmens herabsetzen. Die Verpflichtung der versicherten Personen jedoch zur Beitragszahlung bleibt bestehen!

Kurz also: Sie müssen weiter einzahlen und bekommen entweder weniger oder gar nichts mehr heraus. Ein Aussteigen ist dann laut Gesetz für Sie nicht mehr möglich. Einzahlungspflicht mit Auszahlungsstopp also.

 

Aber so etwas kann uns in Deutschland ja nicht passieren. Wie sind versichert. Auch Versicherungen sind versichert.

Richtig. Die Gesellschaft, die insolvente Versicherer auffängt heisst hierzulande Protektor AG.

Diese Auffanggesellschaft ist jedoch für das Auffangen einzelner Versicherer gemacht. Also eher für einen leichten Regen als für einen echten Schauer. Die finanziellen Mittel um gleich mehrere große Versicherer aufzufangen sind nicht gegeben – klar, wie denn auch, wenn die gesamte Branche nicht einmal genug Geld hat um ihren eigenen Verpflichtungen nachzukommen.

Was aber tun? Kündigen?

Nun, wie wir alle wissen, ist eine Kündigung meist mit Verlusten behaftet. Oftmals ist nach Inflationsbereinigung gerade einmal die Hälfte des eingezahlten Kapitals noch vorhanden. Also Augen zu und weiterzahlen, beitragsfrei stellen oder gar kündigen?

Ihnen hier richtig zu raten ist alleine wegen der rechtlichen Lage sehr schwierig.

Holen Sie Ihr Vermögen heraus realisieren Sie gegebenenfalls Verluste. Lassen Sie es im Vertrag, dann „profitieren“ Sie nicht nur von einer schlechten bis sogar negativen Verzinsung (in dem Fall wird das Geld weniger), sondern riskieren sogar nach Gesetzestext das einbezahlte Vermögen komplett zu verlieren. Dazu kann Sie sogar die Pflicht zum Weiterzahlen treffen.

Also lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende?

Diese Frage wird im Lager der Versicherungsvermittler, -Makler und all derer, die einfach eine Meinung zum Besten geben möchten weil sie mal irgendwo etwas gehört oder gelesen haben heiss diskutiert.

Fakt ist: Lebensversicherungen und Rentenversicherungen werden zunehmend riskante Geldanlagen.

 

Zudem sind Lebensversicherungen noch nicht einmal mehr lohnenswert.

Nicht nur der Zinssatz der Versicherungen schmilzt stetig wie Eis in der Sonne dahin. Was einem nämlich nicht gesagt wird: Dieser Zinssatz gilt nicht für die Summe, die Sie monatlich von Ihrem Konto einbezahlen!

Verzinst wird nämlich nur der sogenannte Sparanteil. Der Sparanteil ist – wie könnte es anders sein – niedriger als der Betrag, den Sie an den Versicherer abgeben.

Hier werden nämlich neben Vertriebs- und Verwaltungskosten auch die sogenannten biometrischen Risiken (wenn Sie z.B. einen Todesfallschutz vereinbart haben) abgezogen. Der Rest wird dann mit dem kläglichen aktuellen Zinssatz von sage und schreibe 1,25%. Effektiv oft ein Minusgeschäft für den Kunden.

 

Doch kommen wir zurück zur Gretchenfrage: Was tun?

Diese Entscheidung müssen Sie tatsächlich selbst treffen? Möchten Sie den Kopf in den Sand stecken und können mit „es wird schon nichts passieren“ gut schlafen oder realisieren Sie lieber einen Verlust, bereiten dem Ganzen ein Ende und schauen nach vorn um selbst Entscheidungen für den Schutz Ihres Vermögens zu treffen?

Vielleicht hilft Ihnen auch unsere Geldsicherheitscheckliste, die Sie hier downloaden können.

Was auch immer das Richtige für Sie ist: Nehmen Sie sich jetzt gleich vor, eine eigene Entscheidung zu treffen (ja, auch wenn die Entscheidung heisst nichts zu tun). Das Schlimmste, was Sie tun können ist diesen Artikel gelesen zu haben und keine selbstständige Entscheidung daraus treffen zu wollen.

 

Was meinen Sie zum Thema? Ich freue mich auf Ihren Kommentar!

Falsche Ratgeber für Ihr Vermögen?

Holen Sie sich gerne Rat bei Ihrem Steuerberater?

Wenn es um steuerliche Dinge geht, dann ist es dies auch der richtige Schritt. Ich selbst treffe fast keine steuerliche Entscheidung ohne meine Steuerfachleute. Aber wie sieht es aus, wenn es um Finanzangelegenheiten geht? Ist der Steuerberater da die richtige Wahl?

Nun, wenn Sie meinen Artikel „Fragen Sie doch Ihren Steuerberater“ gelesen haben, dann kennen Sie meine Meinung dazu. Kurz: Der Steuerberater ist Ihr Fachmann für Steuern. Nicht Vermögensbildung oder Vermögensschutz (ausser dem Schutz vor dem Finanzamt).

 

Wie sieht es nun aber mit Bankern, Versicherungsfachleuten, sogenannten Vermögensberatern oder auch Onkel, Tante oder Nachbar aus?

Der Banker scheint hier doch ein echter Treffer zu sein… oder auf jeden Fall der Vermögensberater – der hat das Vermögen ja schon im Namen. Sollte man doch auf den ersten Blick zumindest denken, was?

Vor einiger Zeit habe ich mich bei bestimmten Leuten unbeliebt gemacht, indem ich die Frage gestellt habe: „Ist Ihr Finanzfachmann selbst wohlhabend?“

Mir wurde an den Kopf geworfen, man könne seinen Job doch ehrlich und gewissenhaft machen, auch wenn man selbst kein Vermögen habe.

Nun, gegen ehrlich und gewissenhaft hatte ich bereits damals absolut keine Einwände. Was mir fehlte, war das Attribut „GUT“.

Es hilft Ihnen nichts, wenn Ihr Banker seinen Job ehrlich und gewissenhaft versieht, wenn ihm dabei einfach das nötige Wissen fehlt, wie man den Job gut macht.

Und mit „gut machen“ meine ich: Ihr Vermögen zu schützen und zu mehren.

 

Das wird einem doch in der Bank gelernt!

Glauben Sie das? Mal ehrlich: Wieviele Banker kennen Sie, die wirklich wohlhabend sind?

Ich war 12 Jahre lang Banker. Mir ist keiner untergekommen, wenn man von denen absieht, die geerbt haben.

Und: Nein, die Banklehre und auch die spätere Praxis lehr nicht, wie man seinen Kunden reich macht. Man lernt, Geld zu verbuchen und zu verwalten. Man lernt, die Produkte anzubieten (an den Mann, bzw. die Frau zu bringen), die die Bank gerne verkauft haben möchte. Das alles klingt in Bankjargon dann zwar gerne mal nach Ihrem Vorteil, doch das Gelbe vom Ei ist es in den seltensten Fällen.

 

Wie sieht es mit dem Vermögensberater aus?

Nun, Vermögensberater ist kein geschützter Begriff. Die Versicherungsvermittlertruppe der DVAG nennt sich selbst gerne so.

Eine Aussage über die Qualifikation oder die Qualität der Beratung ist das aber nicht.

 

Versicherungsfachleute

Ja, ich gestehe, davon bin ich selbst einer. Neben Bankkaufmann ist Versicherungsfachmann eine meiner Berufsbezeichnungen. Unter Anderem bin ich Geschäftsführer eines Maklerhauses für Selbstständige und vermögende Privatkunden.

Also spreche ich zu Ihnen aus eigener Erfahrung und verrate Ihnen auch gleich, was ich in dieser Ausbildung über Vermögensschutz und Vermögensbildung gelernt habe. Leider wieder Fehlanzeige!

 

Onkel, Tante und der Nachbar

Ich denke nicht, dass Sie gerade hier einen Aufschrei erwarten, dass wir endlich fündig geworden sind.

Dennoch legt ein Großteil der Bevölkerung erstaunlich großen Wert auf die Meinung dieser Schicht. Zumindest werden Entscheidungen sehr oft von Stammtischfreunden in fröhlicher Bierlaune beeinflusst.

Klar, dass so gut wie jeder eine Meinung hat. Geld ist ja auch in aller Taschen, naja, wenn bei den Meisten auch nicht in der Menge, in der sie es gerne hätten. Woran das wohl liegt…

 

Die Lösung ist…

Ja, natürlich gibt es eine Lösung. Leider heisst die eben, sein eigenes Gehirn zu benutzen. Sie heisst, sich etwas weiterzubilden. Sich grundliegende Informationen zu holen und diese zu nutzen. Manchmal ist auch eine gesunde Portion Menschenverstand sehr hilfreich.

Und vor allem: Tun Sie nicht, was die Masse macht! Die Masse ist nicht wohlhabend. Würde die Masse richtige Entscheidungen treffen, dann wären viel mehr Menschen reich.

 

Ich offenbare mich Ihnen: Ich mag Geld!

Geld, nicht um des Geldes wegen, sondern ich habe schon sehr früh erkannt, was man damit alles tun kann.

So kann ich nicht bei jeder gemeinnützigen Organisation Stunden verbringen und helfen. Doch ich kann mit Geld Gutes tun.

Auch bringt mir Vermögen die freie Entscheidung über meine Zeit. Und Zeit ist das wertvollste Gut, welches wir überhaupt haben. Ein verlorener Euro kann zurückverdient werden. Eine verlorene Stunde ist für immer weg.

So habe ich mich also schon sehr früh für Geld interessiert. Leider habe ich nach der Banklehre nicht wirklich das Gefühl gehabt, alles über Geld zu wissen oder gar unser Finanzsystem zu verstehen. Auch die Ausbildung zum Versicherungsfachmann brachte hier keine weiteren Lichtblicke.

Es blieb nichts, als abseits der üblichen Pfade nach echtem Wissen zu suchen. Es begann eine mittlerweile über 10 Jahre andauernde Ausbildung durch viele Seminare, Workshops, Bücher und Coachings.

Eine Ausbildung, die nie endet sondern täglich voranschreitet.

 

Warum erzähle ich Ihnen das?

Weil ich Ihnen sagen möchte: „Lassen Sie sich nicht erzählen, dass sicher und rentabel anlegen nicht geht!“.

Sichere Rendite gibt es sehr wohl. Natürlich nicht mehr auf Ihrem Sparbuch oder dem Festgeldkonto, doch wirklich sicher waren diese beiden nie wirklich (lesen Sie dazu „Der Einlagensicherungsfonds – vermeintliche Sicherheit„).

Die Lösung heisst: Eigenes Wissen!

Ein guter Anfang hierfür ist zum Beispiel der Download meiner Checkliste GELDSICHERHEIT